Das Kinderzimmer war ein Schlaraffenland für mich, überall
Plüschtiere und Bauklötze, Legos etc. Ständig klaute ich irgendetwas sauste
damit durch die Wohnung. Leider blieben dabei einige Sachen auf der Strecke.
Spätestens als ich Beas Lieblingstier, ein
Delfin, durch die Gegend schleppte, wurde Frauchen wütend. Sie versuchte mich
zu kriegen, aber ich flitzte immer um den Esszimmertisch herum oder unter
durch. Heißa, war das ein Gaudi und
Frauchen wurde immer wütender. Wie gut das sie mein rufen: „Krieg mich doch…“
nicht gehört hat. Dafür gab es dann mit der Zeitungsrolle wieder einen drauf.
Sie sagte:“ Du bist doch eine kleine Zicke.“ - Hallo….ich
bin doch keine Zicke.
Einmal habe ich mich unter Beas Bett
versteckt, und trotz vieler Aufforderungen, wollte ich nicht hervorkommen. Im
Gegenteil ich versuchte mich mal wieder durchzusetzen und biss um mich. Ich
hatte die Rechnung ohne Herrchen gemacht. Nun wollte er mich hervorziehen. Ich
schnappte wieder zu. Ratsch….hatte Herrchen eine Schramme. Oh, Oh da wurde aber
jemand sauer. Frauchen und Kind wurden rausgeschickt und die Tür zu gemacht.
Ich sah Herrchens Füße aufs Bett zu kommen, und dann ging alles ganz schnell.
Bett gekippt, ein Griff und ich wurde geschüttelt. Einmal versuchte ich noch zu
beißen, aber keine Chance, Herrchen hatte mich fest im Griff. - Bin ich doch eine Zicke?…
Ich muss bei Gelegenheit mal darüber nachdenken.
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Ander-Opa mit Charly und mir |
Wenn es sich einrichten ließ, nahm Frauchen mich zu ihrem Vater, das war für Bea Ander-Opa, mit ins Sonnenstudio. Geile Zeit, so viele Leute wollten mich streicheln und mit mir schmusen. War das ein herrliches Leben.
Nach ein paar Tagen zerrte mich Frauchen das erste Mal zum
Tierarzt. Sie hob mich auf einen Metalltisch und hielt mich fest während der TA
mich doch tatsächlich überall betatschte. – Sag`mal,
hast du kein Weib, an dem du rummachen kannst? Ich fletschte meine Zähnchen und
schnappte um mich. Aber ihr glaubt es nicht, weder der TA noch mein Frauchen
schienen beeindruckt von meiner Vorstellung. Im Gegenteil alles lachte noch. – Haha macht euch nur lustig
über mich, wenn ich groß bin, zeig`ich es euch allen.
Nun gut, ich sollte jetzt lernen, alleine zu bleiben. - So ein Schwachsinn, die
können mich doch mitnehmen. Meine kleine Familie ließ mich wirklich alleine.
Ich jaulte, bellte, sprang durch die Wohnung, aber keiner kam. Ich weiß nicht
mehr, wie lange das ging. Mein Blick fiel auf die eckigen Kissen, die ich vorher
vom Sofa gefegt hatte. Ich überlegte…..an den Ecken waren so kleine Knubbel
dran…..schmecken zwar nicht besonders….aber….Ohje, habe ich sie doch fein säuberlich abgekaut…ich zuckte
zusammen….meine Ernährer kamen zurück…..Nichts wie weg, ich flitzte unter den
nächsten Tisch. Frauchen entdeckt das Malheur zuerst, Oh nöö, die schönen Kissen, alle
angeknabbert. Mit mal fing sie an zu lachen und meinte, aber doch schön
gleichmäßig geworden. Molly mochte wohl keine eckigen Kissen. Nun traute ich
mich langsam hervor, so sauer können die Beiden dann doch nicht sein. Außerdem
wollte ich mein Leckerli haben, den es immer gab, wenn alle wieder nach Hause
kamen. Diesmal musste ich darauf verzichten. War nicht so schlimm, da ich jeden
Tag, wenn Herrchen von der Arbeit kam, ein Stück Hasenbrot bekam.

Begegnung der dritten Art
Frauchen flitzte mal wieder mit so einem Ungetüm durch die
Wohnung, die Menschen nennen den Staubsauger. Notgedrungen verziehe ich mich
unter den Esszimmertisch. Schon kam sie mit dem Krachmacher auf mich zu und
hörte nur „Molly verschwinde“. Widerwillig folgte ich der Aufforderung, ich
verzog mich in die nächste Ecke. Also Frauchen scheint mich zu verfolgen…da war
sie schon wieder…ich soll verschwinden…Nee, nun ist genug, bin doch nicht ihr
Hampelmann…ich knurrte…fletschte die Zähnchen…Plumps fiel der Staubsauger
hin…Frauchen stürmte auf mich zu, griff
in mein Halsband…drehte es leicht…mir wurde übel…ich versuchte ihren Arm
wegzubekommen und ratschte mit meinen scharfen Krallen an diesem herunter. Oh weia, eine blutende lange Wunde.
Sofort wurde mir klar, dass ich eine große Dummheit gemacht hatte. Schnell
hielt ich Frauchen meine Pfote zur Versöhnung hin. Sie strich mir liebevoll
über den Kopf und lief von dannen, um ihre Wunde zu versorgen. An dieser Stelle
nochmals SORRY Frauchen.

Ein paar Tage später…mal wieder alleine…ich döste vor mich
hin…mir war soooo langweilig….da zog doch
ein himmlischer Duft in meine Fellnase…ich folgte dem Duft…eine Schranktür in
der Küche stand auf….ich steckte mein Kopf in die Tür…Oh man das war ja wie bei
„Wünsch Dir was“ der Mülleimer gefüllt mit den leckersten Sachen. Abgenagte
Knochen. Teebeutel, Kaffeesatz, Eierschalen, alte Wurstreste…usw.
Rausholen...sortieren…und das große Fressen konnte beginnen. Die Ermahnung
recht brav zu sein, ließ ich außer Acht, hatten meine beiden Ernährer doch
selbst Schuld. Was lassen sie auch die Schranktür auf. Natürlich gab es wieder
Schelte und die Zeitungsrolle sauste wie schon sooft auf meinen Po.

So verging die Zeit, nun haben wir schon 1995. Dieses Jahr
werde ich nicht vergessen. Mein treuer, liebevoller Menschenfreund Opa Friedel
ging über die Regenbogenbrücke. Heul…schluchz. So allein…Herrchen und Frauchen
haben wenig Zeit, müssen viel arbeiten. Oma Anneliese ließ mich zwar in den
Garten, aber danach musste ich sofort wieder nach oben. Opa Friedel fehlt mir.
Ich bin traurig und wütend zu gleich, keiner versteht mich, keiner tröstet
mich. Als ich mir nicht anders zu helfen wusste, habe ich einfach meine Haufen
in die Wohnung gesetzt. Natürlich war darüber keiner begeistert, aber meine
Menscheneltern hatten Verständnis dafür. In Zukunft war Frauchen wesentlich
mehr zu Hause. Ein Stück heile Welt war wieder hergestellt.
 |
meine Freundin Kirsten mit
ihrem Hund Roxy |
Im Großen und Ganzen war ich selten Krank. Das Einzige, was
mich ab und an plagte…meine Analdrüse …ich rutschte dann immer mit dem Popo
über den Teppich. Damit brauchte ich aber nicht zum TA. Mamas Freundin Kirsten,
gelernte Tierarzthelferin, kam dann zu uns. Kirsten ist auch meine Freundin,
sie hat immer Zeit zum Kraulen und Leckerli hat sie auch immer dabei. Nur
wenn sie dünne Latexhandschuhe anzog, einen Finger in Vaseline steckte….Diesen
dann…schwupps…in mein Po-Loch steckte …
kräftig stochern, drücken und herumfingerte fand ich das gar nicht lustig. - Hat sie nichts Besseres zu
tun? Also ehrlich... soll sie doch bei sich selber bohren.
Manchmal hörte ich morgens ganz früh…vorm Aufstehen…bevor
es hell wurde,jemanden am Briefkasten, und da ich ein guter Wachhund bin,rannte
ich gleich die Treppe runter. Oh, das ist doch eine Stimme, die ich kenne? Das
war doch meine Po-Loch-Guckerin und Freundin Kirsten, die bei uns jeden Morgen die
Zeitung rein warf und mit mir einen Plausch hielt, schade, dass sie kein
Leckerli mit reinschmiss, aber ich hab mich sehr gefreut, morgens ihre Stimme
zu hören. Wenn das jemand gesehen hätte, dass Kirsten mit einem Briefkasten
spricht, hätte man wohl die Polizei verständigt, in der Annahme, dass da jemand
aus der Irrenanstalt geflohen ist.
Im Jahre 2003 kam ein Familienmitglied, nach 13 Jahren Aufenthalt in Spanien, zurück. Oma Caro, Frauchens Mama. Juhu, wieder jemand der mich mochte und mit dem ich nach Herzenslust schmusen konnte.
Im Sommer, es war sehr warm, bekam ich einen Schwächeanfall
und musste zum Tierarzt. Nee Leute, das hat mir nicht gefallen. Ich hatte
Panik, Haarausfall, ich zitterte, Sabber lief aus dem Maul, und am liebsten
wäre ich auf den Schoß von Frauchen gesprungen. – Aber ich bin doch keine
Memme…. Endlich waren wir dran…und…nichts…wäre angeblich alles in Ordnung.
Im Dezember ging es mir dann nicht gut, ich fing an zu
schnaufen, musste bei Aufregung immer niesen und hechelte viel. Da Frauchen
sich Sorgen machte und sie mich aber, wegen Stress, nicht mehr in die TA-Praxis
schleppen wollte, bestellte sie die Praxis zu uns nach Hause. Also ehrlich kann ich nur empfehlen, tolles Team, supernette Ärzte. Naja, nun kommt Roll-Doc immer zu uns. Erste
Diagnose: Herzschwäche, daher auch das niesen. Also gab es Medikamente. Später
gab es auch noch Medis gegen meine
Gelenkbeschwerden, ich kam morgens mit meinem Allerwertesten nicht richtig
hoch. Nur das Niesen blieb. Mal mehr, mal weniger.
2007
Ja, ja so ist das, wenn man alt wird, jeden Tag ein neues
Arschgebrechen.
Das viele niesen und schnaufen wurde wieder schlimmer.
Deshalb sollte ich am 23. Mai nach Hoya in die Tierklinik. Da ich ungern Auto
fahre, bekam ich morgens eine Leck-mich-am-Arsch-Pille. Man...ich sag euch, meine Beine waren wie Gummi.
Meine Freundin Kirsten ist mitgefahren und wir haben es uns
auf der Rücksitzbank so richtig gemütlich gemacht, während Frauchen gefahren
ist.
Dort angekommen mussten wir 1 Std. spazieren gehen, - ächz
-, damit sich das Beruhigungsmittel wieder abbaut. Ja und dann die
Untersuchungen: Lunge röntgen, Herz EKG, Herz Ultraschall. Diagnose: Lunge
etwas angegriffen, Herz vergrößert. Es ist nichts Dramatisches. Die beiden
Damen waren sichtlich erleichtert und ich froh, dass es endlich nach Hause
ging.
5. Juni das Schicksal nahm seinen Lauf…...
Ich bekam nach einem Niesanfall Nasenbluten, das nicht
enden wollte. Nach jedem weiteren Niesen flog das Blut nur so durch die
Wohnung. Herrchen und Frauchen packten mich ins Auto und fuhren zum
tierärztlichen Notdienst. Herrchen ließ sich dort erst mal Wasser und Lappen
geben, damit er das Auto sauber machen konnte. Das sah es aus, als wenn ein
Schwein geschlachtet worden wäre. Ich wurde dann von der TÄ untersucht, sie
stillte die Blutung und gab mir irgendwelche Spritzen. Zum Schluss sagte sie:“Morgen sofort in die TK und sie können schon langsam von ihrem Hund Abschied nehmen.“
- Habe ich richtig gehört, ich
soll über die Regenbogenbrücke….nee so nicht, ich will noch nicht gehen.

Es wurde eine ganz unruhige Nacht. Das viele Blut, das ich
aufgeschlabbert hatte, kam nachts wieder raus. Am Nächsten morgen rief Frauchen
in der TK in Hoya an. Leider konnten die nichts für uns tun, da die
entsprechenden Geräte nicht vorhanden waren. Man verwies uns an die TK Bremen.
Die sagten wir sollten sofort kommen. Diesmal fuhr Silvie eine liebe Nachbarin
mit. Ich musste für 2 Tage da bleiben. Es folgten Blutabnahme, Röntgen, CT und
Endoskopie (mit Probenentnahme) der Nase.
Am Freitag durfte ich dann endlich nach Hause.
Eine Woche später kam sie...die niederschmetternde
Diagnose:
Nasentumor rechts
mit Wucherungen in der Nasennebenhöhle und in den Rachen. Die TÄ wollten das
Ergebnis der histologischen Untersuchung abwarten. Und die kam…eine Woche
später…bösartig, aber keine Metastasierungsgefahr. Wenigstens etwas. Nun
bekomme ich eine ganze Menge an Medis: Herztbl, Kortison, Schmerzmittel, Antibiotika. Nach einer Woche sollte
das Kortison halbiert und die Antibiotika abgesetzt werden. Keine 24 Std.
später ging es mir ganz schlecht, ich lief die ganze Nacht durchs Haus und
hatte wieder leichtes Nasenbluten Frauchen litt mit mir und weinte viel. Am Nächsten morgen fuhren wir, Frauchen und Oma Caro hatten sich freigenommen, in
die TK. Frauchen befürchtete das Schlimmste. Aber es gab dort Entwarnung.
Kortison erhöhen und Antibiotika auch wieder nehmen. Tja, so ist es, wenn man
alt wird. Alle 4-6 Wochen Blutuntersuchung zur Kontrolle.
Aus meinem rechten Nasenloch läuft immer Schleim. Wenn er
sich mal im Hals festgesetzt hat, mache ich gruselige Geräusche. Aber sonst
geht es mir gut. Meine Menscheneltern und ich hoffen, dass wir noch eine schöne
Zeit miteinander haben werden.
25. Juli 2007
Juhu
mich gibt es noch. Zurzeit geht es mir sogar noch etwas
besser. Mein Frauchen hatte vor ein paar Tagen beschlossen mein Schmerzmittel Tramadol etwas zu reduzieren.
Statt 3x tgl. 1/2 Tbl. gibt sie mir nur noch morgens und abends eine. Damit
kann ich ganz gut leben. Bin nicht mehr so bekloppt in der Birne. Nehme am
aktiven Leben etwas mehr teil. Und ich hoffe, dass dieser Zustand noch lange
anhält.
In zwei Wochen ist wieder die Blutuntersuchung fällig...wie ätzend...da fummeln sie schon wieder an mir rum, dann werde ich wieder berichten.
5. September 2007
eigentlich wollte ich schon viel früher berichten, leider
einiges dazwischen gekommen.
Die letzte Blutuntersuchung war wie immer, bis auf Nieren-
und Leberwert (kommt vom Kortison), alles so weit OK.
Seit etwas über einer Woche mag ich morgens nichts mehr
fressen. - Der Gedanke daran
verursacht Brechreiz bei mir. -Und diese Tabletten, die da ewig drin versteckt
sind...ekelhaft...wenn ich fresse, pule ich
die immer raus. Aus der Hand nehme ich Futter ganz vorsichtig. Stelle ich fest
dass da Medis drin sind, spuke ich es
aus und lass es liegen. Frauchen und Herrchen kochen jetzt schon für mich,
Rinderherz mit Nudeln, Hühnchen (eigentlich meine Leibspeise) mit Reis etc.
Schmeckt auch alles super. Aber wie schon gesagt...wehe es sind Tabletten drin...bäähh..ausspucken und von
dannen schreiten. Frauchen hat jetzt tüchtig mit mir geschimpft: "Molly,
wenn du deine Tabletten nicht nimmst, musst du für immer Heia machen!" Oh
je, stimmt das???
Am Montag den 9. ist wieder Blutuntersuchung. Hoffentlich
können die TÄ etwas gegen meine Appetitlosigkeit machen.
Ich möchte doch noch eine Weile weiter berichten, denn mit
den Medis geht es mir
verhältnismäßig gut.
9. September 2007
So, und nun ist es passiert. Weil ich weiterhin das Fressen
verweigert habe, schleppte Frauchen mich am 6. zur TK. Erst mal stellte die TÄ
fest, dass ich eine Pilzinfektion an meiner Muschi habe - aha deswegen hat es dort immer so gejuckt -
sie rasierte mich und schmierte eine Creme drauf. Na ja danach das
übliche...Blutentnahme...bis zum Ergebnis laschten Frauchen, Oma Carolin und ich durch die Gegend. Frauchen hatte Panik, sie hatte
Angst, dass ich nun für immer Heia machen muss. Aber ich bin dem Sensenmann noch einmal von der
Schippe gesprungen. Blutwerte soweit OK. Nun gab es zwei Depot-Spritzen in den
Allerwertesten. Cortison für eine und
Antibiotikum für zwei Wochen. Hatte jetzt den Vorteil, dass mein Frauchen
vorläufig keine Tabletten geben musste.
Nun ist es so weit, dass ich mein Trockenfutter nur noch
einzeln aus Frauchens Hand futtere und ansonsten nur noch Hühnerfleisch. Aber seid mal ehrlich, ich habe es auch verdient, verwöhnt zu werden.
24. September 2007
Heute ist ein großer Tag - mein 14. Geburtstag - und ich
bin froh ihm noch erleben zu dürfen. Es gab heute extra für mich Spaghetti
Bolognese. Hmmm, das war lecker. In den
letzten Tagen geht es mir überhaupt gut. Außer, dass ich ab und zu mal über
Nacht hinpuller. Ich will das eigentlich gar nicht, aber es passiert einfach im
Schlaf.
An dieser Stelle möchte ich mich herzlichst beim Team der
Tierklinik Bremen bedanken, denn ohne euch, würde ich wohl nicht mehr leben. - DANKE –
Aber nun wird gefeiert...
Mai 2008
Da bin ich wieder. In den letzten Monaten ist nichts
außergewöhnliches passiert, mit der Gesundheit geht es auf und ab. Die
regelmäßigen Blutkontrollen waren alle soweit in Ordnung.
Letztes Jahr erkrankte Ander-Opa an Lungenkrebs. Frauchen
hatte weniger Zeit für mich, weil sie sich ja jetzt um ihren Vater kümmern
musste. Leider hat er nicht mehr leben wollen, wollte nicht essen und sagte
immer:“Hoffentlich geht es schnell, ich habe keine Lust mehr.“ Charly und Kojak, das waren seine Hunde,
haben es schon hinter sich. Mit den Menschen hatte es Ander-Opa nicht so, aber
tierlieb war er. Für mich und seine Hunde hat er alles getan.
Er hat es nicht geschafft und ist am 22. Januar über die Regenbogenbrücke gegangen.

Juli 2008
Mich gibt es immer noch, und das finden Frauchen, Herrchen,
Bea, Oma Caro und noch viele
ganz toll. Ich natürlich auch.
Allerdings weiß ich, dass ich mit meinen fast 15 Jahren
schon Asbach bin und ich bin stolz
bis jetzt, durchgehalten zu haben. Eine kleine Weile möchte ich wohl noch leben,
zu mal ich so verwöhnt werde, mit leckeren Essen, Hunde Leckerlis usw.
Auf meiner Nase wächst ein Horn. Die TÄ sagen, dass sich
der Tumor durch meinen Nasenknochen frisst.
Nun kommen aber die neuesten Bilder von mir.
Ich hoffe, Euch hat meine Geschichte gefallen.
Ich gebe noch nicht auf und deshalb hören wir bestimmt
nochmal voneinander.
Also, macht`s gut
Eure


11. August 2008
Heute mal wieder Blutuntersuchung in der TK. Da ich doch
letztes Mal solche Zicken gemacht habe, haben die, bzw. mein Frauchen mir den
Maulkorb schon draußen umgebunden. Mein Adrenalinspiegel schoss sofort in die
Höhe. Klar, dass ich gleich wieder aus der Nase blutete.
Es gab das volle Programm, Blutabnahme, diesmal war die
linke Pfote dran, da die andere Seite nichts mehr hergab. Den Popo wieder
rasieren, damit meine Muschi nicht wund wird, Mani- und Pediküre.
Danach aber hurtig nach draußen, mein Blutdruck musste
wieder runter, denn ich blutete immer noch.
20 Minuten auf das Ergebnis warten. Und wie immer...rumlatschen...heute war mir das nur Recht. Im Wartezimmer war ziemliche
Stinkluft.
Nach Ablauf der Zeit sind wir wieder rein gegangen, man es
stank immer noch so. Ich zog auf den Flur in eine Ecke, mit dem Kopf voran und
starrte vor mich hin. Frauchen fing an zu lachen, und fragte mich, was das
soll. Ich würde so einen Quatsch auch zu Hause machen. Stimmt gar nicht, die
erzählt mir einen vom Pferd. Nun endlich worden wir aufgerufen. Die TÄ sagte
gleich zu mir, Molly heute fasse ich dich nicht mehr an. -Ist auch gut so- Das
Blutergebnis war sehr gut. Die nächste Untersuchung erst in 3 Monaten.
Ja toll, endlich mal gute Nachrichten.
Nun sagte Frauchen, dass ich eben so blöde in der Ecke
gestanden habe und solche Sachen ab und zu auch zu Hause mache. Und wisst ihr,
was sie dann gesagt hat? Nee, das glaubt ihr auch gar nicht. Ich soll Demenz
haben. Will nicht so werden wie Oma Anneliese, die erkennt keinen mehr, redet
mit dem Fernseher und will wieder zur Schule gehen.
Also nun mal ehrlich, erkennen tue ich noch alle, mit dem
Fernseher rede ich schon gar nicht und zur Schule muss ich nicht. Und nur weil
ich mal doof in der Ecke stehe habe ich doch nicht gleich DEMENZ. Vielleicht
bin ich ein bisschen senil, aber mehr nicht.
Schön, dass wir drüber gesprochen haben.
Bis bald …
 |
bin erschöpft...war anstrengend |
24. September 2008
Und ich habe es noch mal geschafft heute werde
ich 15 Jahre alt und mein Leben bis heute doch ganz gut gemeistert.
Feiern wollen wir heute
bis zum umfallen, fällt mir ja nicht so schwer, bin ich doch etwas wackelig auf
den Beinen.
Morgen geht es mir
bestimmt besser.
November 2008
Hallo, hier bin ich
wieder. Leider kann ich nicht sagen, dass es mir gut geht. Mit dem Fressen
klappt es auch nicht mehr so. Ich habe manchmal Tage, wo ich nichts herunter
bekomme...sehr zum Leidwesen meines Frauchens. Dann bekomme ich auch meine Medis nicht, ihr wisst ja, man muss die
Tabletten im Futter verstecken.
Frauchen hat Angst...ich
auch...dass das Ende naht.
Frauchen ist immer froh
wenn ich lungere, siehe Bild, dann bekomme ich auch alles was ich will. Schade, dass ich das nicht mehr so genießen kann.
 |
man sieht den Tumor auch deutlich |
Ich bin immer so müde
und meine Beine wollen mich nicht mehr richtig tragen. Wenn ich so darüber
nachdenke, stelle ich fest dass ich immer schwächer werde. Auch das lungern
macht keinen Spaß mehr, ich habe auch keinen Appetit. Ich will nur noch
schlafen und meine Ruhe haben.
21. November 2008
Es hat geschneit! Aber Schneeflocken jagen macht kein Spaß mehr.
Ob das mein letzter Schnee ist, den ich sehe??
1. Dezember 2008
Heute spreche ich ein
letztes Mal zu Euch, es geht nicht mehr. Bin einfach zu schwach und habe auch
keine Lust mehr.
Ich muss jetzt Frauchen
klar machen, dass es Zeit ist zu gehen. Ich weiß, auch wenn es ihr unheimlich
schwer fallen wird, lässt sie mich gehen.
Und ich will gehen.
Ob Frauchen meine Blicke
versteht??
Time to say Good Bye
Liebste
Molly,
du hast mir gestern ganz deutlich zu verstehen gegeben, dass es Zeit ist zu gehen. Auch wenn ich es nicht wahr haben wollte, ich habe gespürt, dass du nicht mehr willst. Also sind wir heute, den 2. Dezember um 15:40 Uhr in die Tierklinik gefahren.
Sonst warst
Du immer aufgeregt wenn es zum
Doc ging,
aber heute nicht.
Ganz ruhig
hast du auf der Rücksitzbank gelegen, hast dich von Oma Carolin streicheln lassen.
Die Tierärztin, die dich damals aufgenommen hat, hatte heute wieder Dienst. Auch sie sah dir an, dass es nicht mehr geht. Die Waage bestätigte es. Du hast in drei Monaten vier Kilo abgenommen.
Dann ging alles ganz schnell.
Für mich
war es schwer,
aber für dich eine Erlösung…und
das tröstet mich…lebe wohl mein Hundekind…Frauchen, Herrchen, Bea und alle, die dich liebten.
Der Tag ist gekommen,
und alles war wie immer.
Der Tag ist gegangen,
und nichts war mehr wie zuvor.
Der Tag ist gekommen und gegangen,
hat mich trauern lassen.
Der Tag ist gekommen und gegangen,
hat eine Lücke hinterlassen.
Der Tag ist gekommen und gegangen,
hat mir keine Zeit mehr gelassen.
Der Tag ist gekommen und gegangen,
an dem mein Hund starb.
Heike Pons
aus 'Hunde-Revue' 10/1999

Im Tal
des Regenbogens
Kleines Seelchen in der Nacht,
hast mir so viel Glück gebracht,
mußtest gehen, bist nun fort,
weit an einem schönen Ort.
Regenbogen, Wasserfall,
grüne Wiesen überall,
spielen, toben, frohes Treiben
hier willst Du ganz sicher bleiben.
Kleines Seelchen warte dort,
wart auf mich an diesem Ort,
eines Tages, Du wirst sehen,
werden wir uns wieder sehen.
Wenn wir uns dann wieder sehen,
werden wir gemeinsam gehen,
in die Ewigkeit, ins Morgen,
hier gibt es nie wieder Sorgen.
Mensch, sei gut zu Deinem Tier,
denn gemeinsam wollen wir,
doch die Ewigkeit verbringen.
Kleines Seelchen in der Nacht,
hast mir oftmals Freude gemacht,
Dank, sag ich an dieser Stelle,
geh nun über diese Schwelle.
Geh nach Haus zu all
den Lieben,
sieh sie warten auf Dich drüben,
mach Dir keine Sorg` um mich,
Seelchen, ich vergess` Dich nicht!
(Autor: Eva Göritz)